Post vom Beitragsservice wegen Rundfunkbeitrag


gezMit dem Jahr 2014 laufen die bisherigen Übergangsregelungen zum Rundfunkbeitrag aus. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heute hin.

Beim Abgleich der Daten der Einwohnermeldeämter will der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio alle volljährigen Bürger in Deutschland anschreiben, die keiner der bereits angemeldeten Wohnungen zuzuordnen sind.

Der Rat der Verbraucherschützer: “Wer mit einem schon angemeldeten Beitragszahler zusammenlebt, sollte umgehend dessen Beitragsnummer mitteilen. Wer sich hingegen noch anmelden muss, kann dafür den mitgeschickten Antwortbogen nutzen. Für alle gilt: Wird nach dem dritten Schreiben nicht reagiert, meldet der Beitragsservice automatisch an und schickt eine Zahlungsaufforderung.”

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Nacktfotos von Promis zwingen Apple zum Update

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pornoApple hat eine Schwachstelle im Clouddienst Find My iPhone (“Mein iPhone suchen“) behoben, mit der Fremde auf persönliche Fotos von iCloud-Nutzern zugreifen konnten. Das kann man bei The Next Web nachlesen.

Die Reaktion kam etwas zu spät, denn inzwischen war es Angreifern gelungen, in mehr als 100 Konten von Promis einzubrechen und unter anderem Nacktfotos der Schauspielerinnen Michelle Keegan / Coronation Street, Jennifer Lawrence / Hunger Games, Kirsten Dunst / Spider Man und der Sängerin Ariana Grande zu stehlen und auf 4chan wieder zu veröffentlichen.

Geholfen hat dabei, dass einen Tag davor Proof-of-Concept-Code (also ein Exploit) für einen Brute-Force-Angriff auf die Apple-ID auf GitHub veröffentlicht worden ist. Zwar ist der Zusammenhang mit dem Foto-Diebstahl noch nicht bestätigt, aber er liegt doch auf der Hand. Angreifer benötigten lediglich den Benutzernamen zum Konto, und der ist in den meisten Fällen die E-Mail-Adresse des Nutzers.

Nach Apples Patch funktioniert der Angriffscode jetzt nicht mehr. Sollte sich der Zusammenhang bestätigen, könnte Apples Ruf kurz vor der Vorstellung des neuen iPhone 6 ziemlichen Schaden nehmen.

Massive Störungen der IP-Telefone der Telekom dauern an


TelekimIPTel20140901_2Die Deutsche Telekom hat immer noch massive Probleme mit ihrer IP-Telefonie. In den letzten Wochen häuften sich die Beschwerden der Kunden. Betroffene Kunden sind teilweise stundenlang nicht erreichbar. Eine Übersicht über Störmeldungen und betroffene Gebiete ist bei allestörungen.de zu sehen.

telefonBei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter widersprechen aufgebrachte Kunden den “Erledigt”-Meldungen der Telekom. Wenn man die Störungsstelle anruft, erhält man als Kunde mit IP-Telefonanschluss per Ansage den Rat, den Router zwei Minuten lang vom Stromnetz zu trennen und dann neu zu starten.

Die Störungen treten im gesamten Bundesgebiet auf. Die Probleme manifestieren sich dadurch, dass der SIP-Server nicht erreichbar ist; ein solcher Fehler taucht auch im Error-Log des Routers auf.

Die Telekom hat schon 3 Millionen Telefon-Anschlüsse auf IP-Telefonie umgestellt. Aktuell sind herkömmliche Analog- und ISDN-Anschlüsse nur noch auf ausdrückliche Nachfrage zu bekommen, und bis 2018 sollen alle Kunden des Konzerns auf IP-Telefonie umgestellt sein.

Die Probleme der letzten Zeit bei der IP-Telefonie bestätigen jetzt die Vorbehalte, die viele Kunden immer noch gegenüber den VoIP-Diensten haben. Wenn die Kunden das Vertrauen in die neue Technik verlieren, könnte das den geplanten Umstieg in den kommenden vier Jahren extrem erschweren.

Mozilla legt versehentlich Daten von 97.000 Nutzern offen


Buggie.svgZum zweiten Mal in einem Monat ist es bei Mozilla zu einem Datenleck gekommen: Ein Testserver der Bugtracking-Software Bugzilla war dieses Mal betroffen.

Die Adminisratoren hatten, wie auch schon bei dem letzten Mozilla-Datenleck, die Backups ihrer Datenbank aus Versehen in einen offenen Bereich des Webservers kopiert und so die E-Mail-Adressen und die verschlüsselten Passwörter von knapp 97.000 Nutzern drei Monate lang zugänglich gemacht.

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Der Herbst hat begonnen!

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HerbstWie immer nach einem eher durchwachsenen Sommer finden die Meteorologen ein paar Statistiken, die ihn zu einem guten Sommer adeln – als ob sie etwa dafür verantwortlich wären. Fakt ist aber: Der Juni war zu trocken, der Juli zu nass und der August zu kalt!

Heute beginnt der meteorologische Herbst. Dazu passen auch die Temperatur (12°) und der Nebel am Himmel. Die Blätter an den Bäumen haben sich zum Teil schon gelblich oder rötlich verfärbt – untrügliche Zeichen, selbst wenn ein starkes Hoch noch ein paar Tage lang warme Luft von Osten zu uns schaufelt.

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Nokia raus aus dem Index und mit Maps wieder rein

NokiaHereSamsung bringt den vom Desktop und Lumia-Smartphones bekannten Nokia-Kartendienst Here zunächst als Beta-Version auf Android-Mobilgeräte wie Samsungs Galaxy-Smartphones und Wearables, zum Beispiel die Smartwatch Gear S. Die Nutzung des Kartendiensts soll vorerst auf Samsung-Geräte beschränkt und kostenlos sein.

Zur App gehören auch Funktionen zur Routenführung für Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel. Here bietet Kartenmaterial für viele Länder; in 750 Städten soll es Informationen zum Netz öffentlicher Verkehrsmittel geben und in 40 Städten auch noch Live-Infos zur Straßenverkehrslage.

Als größter Vorteil der App gilt, dass sie auch offline genutzt werden kann. Die Offline-Navigation mit Here soll in rund 100 Ländern funktionieren. Dafür können Karten auf das jeweilige Gerät heruntergeladen werden. “Der größte Unterschied zu unseren Windows-Phone-Apps ist, dass es sich bei der Android-App um eine integrierte App handelt, die Karten, Autonavigation und ÖV-Funktionalitäten kombiniert, während wir auf Windows Phone mit Here Maps, Here Drive und Here Transit drei separate Apps anbieten“, sagte ein Here-Sprecher dazu. Here soll ab Verkaufsstart der Samsung Gear S im Oktober erhältlich sein.

Foto: Seifenblasen auf dem Balkon

ippAn diesem Wochenende war meine Enkelin Juliana zu Besuch. Auf dem Balkon meiner Wohnung im Forum Lüdinghausen hat sie geübt, wie man große Seifenblasen machen kann.

Das Bild wurde mit meinem Smartphone Huawei Ascend P6 aufgenommen. Download mit vollen 3.264 x 2.448 Bildpunkten Auflösung und Verwendung der Fotos im Internet gegen Quellennachweis.

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Kulturpessimismus und Volksverblödung nach Sibylle Berg

Sibylle_Berg_Wikipedia_Udo_GrimbergUnter der Überschrift “Kulturpessimismus und Volksverblödung: Das Zeitalter des Bullshits” lässt sich die Spiegel-Online-Kolumnistin Sibylle Berg an diesem Wochenende aus.

Die kluge Frau vergleicht die Zeit, als Denker, Intellektuelle und Philosophen für wichtig gehalten wurden, als wir noch glaubten, klug zu sein wäre wichtiger als Plastikmöpse, Sixpacks und abgeleistete Mountainbike-Kilometer, als viele Menschen lieber etwas Sinnvolles tun wollten als etwas, das viel Geld einbringt mit dem Hier und Jetzt unseres Lebens in Deutschland und kommt zu interessanten Schlussfolgerungen. Hier ein kurzer Auszug ihres lesenswerten Kolumnenbeitrags bei Spiegel Online:

Klug zu sein erscheint heute nicht mehr als Eigenschaft, die Bewunderung hervorruft.

Wir sind überfordert. Wir sind gereizt. Wir erfahren zu viel und wissen zu wenig. Hilflos strampeln, schneller sein, in zu vollen Verkehrsmitteln, das Dauerrauschen von Gier und Angst, die Erkenntnis, dass man es nicht mehr zu Wohlstand bringen wird, macht: sauer. Neidisch. Aggressiv.

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Noch verweigert Microsoft den US-Behörden unsere Emails

microsoft-logoSchon im April sollte Microsoft die in Dublin gespeicherten Daten eines seiner Kunden den Behörden der USA übergeben. Der Konzern weigerte sich mit einem entsprechenden Widerspruch die E-Mails, gespeicherten Dokumente und Metadaten – unter anderem Adressbuch-Inhalte, Buddy-Lists, Postanschrift – seines Kunden herauszugeben.

Der Widerspruch gegen den Beschluss wurde im Juli ebenfalls von einem New Yorker Gericht abgewiesen. Die Begründung lautete, maßgeblich sei nicht der Speicherort, sondern die Kontrolle über die angeforderten Informationen. 

Zunächst zog die Richterin Loretta Preska ihren nicht vorhandenen Schwanz ein und setzte nach Vorstößen anderer US-Unternehmen erst einmal ihre Anordnung aus, um sie dann vorgestern wieder zu aktivieren.

Umgehend erklärte ein Microsoft-Sprecher , der Konzern werde die Daten weiterhin zurückhalten. Schließlich dürften dem Unternehmen in Massen die Felle davon schwimmen, wenn es milliardenschwere europäische Geschäftskunden nicht von der Sicherheit ihrer in Microsofts Cloud gespeicherten Daten überzeugen kann.

Die USA muss man sich dabei vorstellen wie Putin in der Ukraine. Frei nach Wilhelm Busch: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s weithin ungeniert.

EU-Führungsduo mit Kompetenzproblemen

euDer polnischen Ministerpräsident Donald Tusk wird neuer EU-Ratspräsident und die italienische Außenministerin Federica Mogherini nächste EU-Außenbeauftragte, wie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy über Twitter bekanntgab.

Eine Sozialdemokratin und ein Konservativer, eine Hollande-Vertraute und ein Merkel-Versteher, eine Frau und ein Mann: Der Proporz ist beim neuen EU-Führungsduo aus Federica Mogherini und Donald Tusk wohl erfüllt. Das war’s dann aber auch schon.

Die erst 41-jährige Mogherini kann gerade einmal sechs Monate als italienische Außenministerin vorweisen. ihre vielen langen Sätze über die Weltlage wirkten häufig eher angelesenund klangen wie ein Referat im Uni-Seminar – ein Vorwurf, der die Tochter eines italienischen Regisseurs auf ihrer politischen Blitzkarriere permanent begleitet. Naja, schlechter als ihre Vorgängerin Ashdon kann man es ja sowieso nicht machen.

Und Tusk spricht noch nicht einmal Englisch. So sind halt die typischen EU-Entscheidungen – das Wichtigste ist immer, dass der Proporz stimmt, ob die hochgehievten Personen den Job auch wirklich ausfüllen können, scheint mehr als nebensächlich. Gute Nacht, Europa!